Was leistet der internistische Rheumatologe?

Verdacht auf  "Rheuma"? Rheumatische Erkrankung? - Die richtige Therapie!

Ein großer Teil der Patienten sind Ratsuchende, bei denen aufgrund von Krankheitserscheinungen oder Ergebnissen von laborchemischen oder anderen technischen Untersuchungen der Verdacht auf eine Erkrankung aus dem "Rheumatischen Formenkreis" besteht. Diesen Verdacht auszuräumen oder auch zu bestätigen ist Aufgabe des internistischen Rheumatologen. Besteht eine Rheumaerkrankung, so sind die internistischen Rheumatologen gefordert, nach "allen Regeln der Kunst", d.h. nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Wirksamkeit und den Nutzen als auch die möglichen Probleme von Behandlungsmethoden und Medikamenten, die "Richtige Therapie" für Sie zu finden und deren Erfolg zu kontrollieren. Unser "Handwerkszeug" finden Sie in der nachfolgenden Aufstellung.

Ihre Krankengeschichte

Wundern Sie sich nicht! Sie werden manchmal mit ungewöhnlichen Fragen konfrontiert,  zum Beispiel:

  • Werden Sie wach wegen Ihrer Rückenschmerzen? – Um 1 Uhr oder um 4 Uhr?
  • Wann ist die für den Tag beste Beweglichkeit der Gelenke erreicht? - Nach wenigen Minuten oder nach vielen Stunden?
  • Gibt es in Ihrer Familie Erkrankungen an Schuppenflechte? - und vieles mehr!

Bitte notieren Sie vor dem Besuch beim Rheumatologen Ort, Art, Beginn, jeweilige Dauer und etwaige Auslöser Ihrer Beschwerden - es erleichtert das Gespräch!

Eine genaue körperliche Untersuchung

Es ist keine übertriebene Neugier, sondern Sorgfalt! Ist Ihr kleiner Finger plötzlich schmerzhaft und geschwollen, werden wir Sie "von Kopf bis Fuß" untersuchen wollen, da das Entdecken auch geringer Veränderungen an Zehennägeln oder eine Entzündung im Gehörgang zur Ursachenfindung dieser Erkrankung beitragen kann.

Validierte Messinstrumente

Ja was ist denn das??? Keine Sorge - das ist die wissenschaftliche Bezeichnung für erprobte Fragebögen oder die Kombinaton von Fragen und Untersuchungsergebnissen, mit welchen wir Ausmaß und Aktivität Ihrer Erkrankung oder Ihre Beeinträchtigung durch eine Erkrankung in vergleichbare Zahlenwerte fassen. Sie werden also immer wieder mal gebeten, "Kreuzchen zu machen". Übrigens: der Gesetzgeber wünscht diese Form von Qualitätssicherung. Sie ist wichtig, um den Erfolg einer Behandlung sichtbar und vergleichbar zu machen.

Gelenk - Punktionen und - Injektionen

Es kann vorkommen, dass einzelne Gelenke durch Entzündungen mit Ausbildung eines Gelenkergusses so stark geschwollen sind, dass wir Ihnen mit einer Gelenkpunktion Erleichterung verschaffen müssen. Häufig wird durch die noch liegende Punktionsnadel im Anschluss an die Gelenkentleerung ein Kortisonpräparat gespritzt, welches die erneute Entzündung unterdrückt. Manchmal ist es erforderlich ein Gelenk zu punktieren, wenn der Verdacht auf eine Infektion oder einen Gichtanfall an ungewöhnlicher Stelle besteht. Keine Angst, Gelenkpunktionen sind in der Regel nicht schmerzhaft. Sie werden unter Beachtung besonderer hygienischer Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt. Sie werden zuvor ausführlich mündlich und schriftlich über diese Maßnahme aufgeklärt.

Spezielles Rheumalabor

Uns steht in unserer Praxis ein eigenes Labor zur Verfügung, in welchem wir die Mehrzahl der erforderlichen speziellen Blutwerte ermitteln können, die wir zur Diagnosefindung benötigen. Das Angebotsspektrum unseres Labors wird kontinuierlich den Erfordernissen angepasst. Die Qualität der Leistung wird in sogenannten "Ringversuchen" stetig überprüft.

Ultraschall - Untersuchungen

Diese Methode wird in der Rheumatologie vornehmlich eingesetzt, um das Ausmaß von Gelenkentzündungen mit Ergussbildungen und Gelenkinnenhautwucherungen zu bestimmen. Auch lassen sich Schleimbeutel- und Sehnenscheidenschwellungen darstellen und die Ausprägung von Sehnenschäden oder knöchernen Zerstörungen der Gelenke abschätzen. Wichtig kann auch die Suche nach Lymphknoten-, Milz- oder Lebervergrößerungen, Gefäßentzündungen oder Wasseransammlungen in Bauch- und Rippenfell oder Herzbeutel sein. Selbst Veränderungen von Speicheldrüsen sind so sichtbar zu machen und können für die Diagnose von Bedeutung sein.

Röntgen - Untersuchungen

Sogenannte konventionelle (d.h. "einfache", "herkömmliche") Röntgen-Untersuchungen des gesamten Skelettes führen wir in Rheine in Zusammenarbeit mit dem MVZ der Radiologen, in Lingen "gleich gegenüber" in der Praxis des Unfallchirurgen Dr. Debeerst durch. Die Röntgenbilder können wir in unserer Praxis auf einem Monitor betrachten. Für spezielle Röntgenuntersuchungen, Computertomographien, Kernspintomographien und Nuklearmedizinische Untersuchungen wie Knochenszintigramme werden wir Sie zu unseren Kollegen der Radiologie und Nuklearmedizin überweisen.

Knochendichte - Messung (DXA)

In Rheine bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Mathias-Spital die Knochendichtemessung mit der Referenzmethode "DXA" an. Im Jakobi Krankenhaus steht ein Gerät der neuesten Generation zur Verfügung. In Lingen werden die Knochendichtemessungen mit einem DXA-Gerät Lunar DPX in Zusammenarbeit mit dem Bonifatius Hospital durchgeführt.

Zu Lasten der Krankenkasse können Knochendichtemessungen per DXA nach den Gebührenordnungspositionen (GOP) 34600 und 34601 veranlasst und durch Dr. Hübner abgerechnet werden.

Erstere wird angewandt, wenn bei einem Patienten ein Knochenbruch ohne angemessene Gewalteinwirkung auftritt und gleichzeitig aufgrund anderer Hinweise der begründete Verdacht auf eine Osteoporose besteht. Eine DXA bei einer bereits bekannten Osteoporose mit stattgehabten Knochenbrüchen fällt nicht unter diese GOP.

Die GOP 34601 kann Anwendung finden, wenn aufgrund anderweitiger konkreter Hinweise und Befunde die Absicht für eine spezifische medikamentöse Therapie einer Osteoporose besteht. Frühestens nach 5 Jahren kann zu Lasten der Krankenkasse zur Optimierung der Therapieentscheidung die Untersuchung wiederholt werden, wenn nicht besondere therapierelevante Befunde einen früheren Zeitpunkt der erneuten Messung rechtfertigen.

Alle Knochendichtemessungen, die nicht in die o.g. Kategorien gehören, werden als Individuelle Gesundheitsleistung erbracht und nach der Gebührenordnung für Ärzte berechnet.

Kooperation

Zusammenarbeit ist in der Rheumatologie unverzichtbar.

Die Praxispartner sind gemeinsam oder einzeln Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, der Deutschen Gesellschaft für Osteologie, des Berufverbandes Deutscher Rheumatologen, des Bundes der Osteologen Westfalen-Lippe, des RheumaNetz Westfalen-Lippe e.V., des Rheumazentrum Münster, des Rheumazentrum Rhein-Ruhr, des Ärzteverbundes Rheine und diverser Qualitätszirkel.

Die Zusammenarbeit mit Ärzten aller Fachdisziplinen und mit Krankenhäusern der rheumatologischen Fachversorgung als auch anderer Schwerpunkte ist notwendiger Bestandteil unserer Arbeit für unsere Patienten.

Darüberhinaus helfen uns und Ihnen die Vertreter der Selbsthilfeorganisatonen, die Physiotherapeuten, die Ergotherapeuten, die Orthopädie - Schuhmacher und die Mitarbeiter der Sanitätsfachgeschäfte und sicher noch viele ungenannte.

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